logo 

Vinaora Nivo Slider 3.xVinaora Nivo Slider 3.xVinaora Nivo Slider 3.xVinaora Nivo Slider 3.xVinaora Nivo Slider 3.xVinaora Nivo Slider 3.xVinaora Nivo Slider 3.x

Außergewöhnliche Einsätze

Am 07. Mai 1960 brennt das Schloß Ritzebüttel

 

 

Feuerwehr im Sturmflut-Einsatz

Februar 1962: Es ist stür­misch über der Nordsee und Nordeuropa. Die Freiwilligen in der Feuerwehr stehen vor großen Herausforderungen. Schon am 12. Februar sind sie von 9 bis 17.30 Uhr im Einsatz. Umge­stürzte Bäume werden beseitigt, lose Dachziegel gesichert und an­dere Sturmschäden beseitigt. Doch das war nur ein kleiner Vor­geschmack auf das, was am 16. und 17. Februar auf die freiwilligen Helfer zukommt.Dieses Mal ist es nicht nur der Sturm, der für Schäden sorgt: An die Deiche brandet eine Sturmflut, wie es sie bis dahin in dieser Höhe noch nicht gegeben hat. Neben vielen hundert anderen Helfern sind die Feuerwehrmänner pausenlos im Einsatz - immer in der Angst um eigene Familien und eigenes Hab und Gut. 16 Menschen werden im Schlauchboot-Einsatz gerettet. Wegen der Sturmflut und ihrer schweren Schäden wird sogar der Feuerwehrball auf den 31. März verlegt.

Löwenjagd 

Gerufen wurde die Feuerwehr auch am 19. August 1967. Da gastierte auf dem Ritzebütteler Marktplatz der „Californische Nationalcircus“. Aus dem Zirkus brachen mehrere Löwen aus. Bei der Suche nach den Raubtieren wurde die Feuerwehr um Hilfe gebeten: Als „Mädchen für alles“.

Vier Bauernhöfe brennen gleichzeitig 

24. Januar 1972: Um 21.56 Uhr wird der Alptraum aller Feuer­wehrleute Wirklichkeit! Ein Brandstifter treibt in Sahlenburg sein Unwesen. Innerhalb von Minuten gehen vier Gehöfte in Flammen auf. Was beim ersten Alarm noch wie Routine der Feu­erwehr aussah, entpuppte sich in weniger als einer Viertelstunde als einer der größten Einsätze, den Cuxhavens Feuerwehren jemals bewältigen mussten. Pausenlos heulten Feuersirenen in allen Stadtteilen. 200 Feuerwehrleute waren mit allen verfügbaren 26 Fahrzeugen im Einsatz. Mitten im Geschehen standen die Aktiven aus Mitte. Zusammen mit allen anderen Wehren aus der Stadt bo­ten sie dem „roten Hahn“ die Stirn.

Flammenwand auf dem Wasser

Am 7. Februar des Jahres 1973 brennt das Wasser im Wendebecken des Neuen Fischereihafens! Durch Funkenflug beim Schweißen hatte sich auf dem Wasser treibendes Öl entzündet. Zusätzliche Nahrung fanden die Flammen im Abfall, der im Hafenbecken schwamm. Als die Flammenwand gelöscht war, waren die Rümpfe der Schiffe schon gefährlich warm geworden. Nur dem schnellen Einsatz der Feuerwehr war zu verdanken, dass größerer Schaden verhindert wer­den konnte.

Aus dem Kinosaal zum Schiffsbrand

Am 10. April 1975 war die Wehr wieder einmal hart gefordert. Es ging - wie so oft - um einen Brand auf See: Beim Feuerschiff „Elbe 3“ meldete der Fischdampfer „Othmarschen“ Feuer. Kapitän Berger bemerkte kurz nach 18 Uhr als erster Rauchentwicklung und schlug Alarm. Von der Feuerwehr wurden zunächst Wehrführer Wilhelm Lockhoff und vier Freiwillige auf das brennende Schiff gebracht.

Wasserschutzpolizei, Rettungs­kreuzer „Arwed Emminghaus“ und das zufällig vorüberkom­mende Forschungsschiff „Komet“ helfen der „Othmarschen“. Vier vom Feuer eingeschlossene Mannschaftsmitglieder können, leicht verletzt, befreit werden, doch ein Cuxhavener Maschinen-Assistent, der am nächsten Tag Geburtstag gehabt hätte, ver­brennt beim Versuch, durch das Bullauge aus seiner Kammer zu fliehen.

Um 19.35 Uhr, etwa andert­halb Stunden, nachdem der Brand bemerkt wurde, er­reichen die fünf Feuerwehrleute aus Cuxhaven mit dem Boot der Wasserschutzpolizei ihr Ziel. Schnell stellt sich heraus, dass es in der Elbmündung nicht möglich ist, das Feuer zu löschen. Bren­nend wird der Fischdampfer nach Cuxhaven gebracht.

Dort sitzen 40 Mann der Feuer­wehr Mitte gerade in einem Kino: Sie wollen sich den Katastrophenfilm „Flammendes In­ferno“ ansehen. Doch daraus wird nichts: Über Funkalarmempfänger werden sie zum Einsatz gerufen. Als sie um 20.30 Uhr vom Schiffs­brand erfahren, ist die „Othmar­schen“ bereits auf dem Weg nach Cuxhaven. Als das Schiff in die Seeschleuse einläuft, gehen die Freiwilligen an Bord. An der Pier der „Nordsee“ warten schon weitere Feuerwehrleute. Erst hier im sicheren Hafen kann das Feuer wirkungs­voll bekämpft werden. Um 1.45 Uhr rückt die Freiwillige Feu­erwehr Mitte wieder ab. Das Feuer ist aus. Trotz des ausgefal­lenen Films haben sie ihr „Flam­mendes Inferno“ an diesem Tag erlebt. Den Film durften sie dann später doch noch sehen.

Hilfe im Schnee

Mit Dauereinsatz über eine ganze Woche hinweg beginnt das Jahr 1979: Die „Schnee-Katastrophe“ lähmt das Leben in Stadt und Land. Die Feu­erwehr ist im „humanitären Ein­satz“, hilft dem Krankenhausper­sonal, zur Arbeit zu kommen, bringt Patienten unter schwierigen Bedingungen zu ihren Ärzten und hält lebensnotwendige Verbindun­gen offen.

Ein ganz heißer Tag

Und dann kommt der 18.Juli 1982: Der heiße Hochsom­mertag beschert Cuxhaven ein Großereignis, denn in Duhnen geht das Wattrennen über den Parcours auf dem Meeresgrund. Neben vielen anderen Feuerwehr­leuten sind auch Aktive der Wehr Mitte den ganzen Tag auf den Beinen, um für den reibungslosen Ablauf zu sorgen. Zwi­schen 19 und 20 Uhr kommen sie erschöpft nach Hause. Manch ei­ner hat sich gerade gemütlich in seinen Sessel zurückgelehnt, als sich im Fischereihafen großes Un­heil zusammenbraut.

Um 20.43 Uhr schlagen plötzlich Flammen aus der Fischmehlfabrik an der Neufelder Straße. Sekunden spä­ter steht ein 100 Meter hoher pechschwarzer Rauchpilz dro­hend über Cuxhaven. Bis zu 30 Meter hoch schlagen die Flam­men aus dem Gebäude. Die Feu­erwehr steht einem Inferno gegen­über: Die Fabrik und angrenzende Lagerräume sind ein einziges Flammenmeer. Die Freiwilligen aus mehreren Feuerwehren kön­nen nur noch eines tun: Sie ver­hindern, dass sich die Flammen ausdehnen und es zu gefährlichen Explosionen kommt, denn unmit­telbar am Brandherd stehen große Tanks. Bis die Flammen jedoch gelöscht sind, dauert es Stunden. Erst in den frühen Morgenstunden können die letzten Feuerwehr­leute wieder abrücken.

Brand auf der „Ever Level“

Freitag, 25.November 1983: Bis um 12 Uhr sieht in der Hauptfeuerwache alles nach einem normalen Herbstwochen­ende aus. Nasskalt und neblig ist es über der Elbmündung - aber ruhig. Das ändert sich um 12.05 Uhr schlagartig. Da erreicht ein Anruf der Wasser­schutzpolizei die Wache. Nüch­tern und knapp heißt es da: „Schiffskollision auf der Elbe. Brennende Container treiben im Fahrwasser.“ Aus dieser knappen Meldung können sich die Männer in der Hauptfeuerwache zwar kein Bild von der Situation auf der ne­belverhangenen Elbe vor Alten­bruch machen, doch ihnen kom­men erste Befürchtungen.Zur Erkundung der Lage wird ein Feuerwehrmann entsandt. Minuten später erkennt der Feu­erwehrmann dann den Ernst der Lage: Querab von Altenbruch brennt der 24.000 BRT große taiwanesische Containerfrachter „Ever Level“. Großalarm für die Cuxhavener Feuerwehr. Alles, was ihnen, rund anderthalb Stunden nach dem Alarm, zur Verfügung steht, sind die Feuerlöschkapazitäten des Tonnenlegers „Walter Körte“. Meter für Meter kämpfen sich die Freiwilligen gegen das Flammen­meer in den Decksaufbauten vor. „Eine Leistung, die besser nicht sein könnte“, lobt später die Füh­rung der Hamburger Berufsfeuer­wehr, Ltd. Branddirektor D. Brum­mer. Immerhin gelingt es unseren Freiwilligen, die Flammen in den Aufbauten zu ersticken.Während dieser mühsamen Ar­beiten wissen sie zwar, daß sich an Bord gefährliche Ladung befinden soll, zu der unter anderem Feuerwerkskörper (200 Tonnen) zählen, doch niemand weiß ge­nau, wo die Container mit diesem Gut stehen. Das Feuer in den Auf­bauten ist weitgehend gelöscht, da finden die Feuerwehrmänner noch ein schwerverletztes Opfer des Schiffsunglücks: Der britische Überseelotse liegt, lebensgefähr­lich verletzt, unter einem Ret­tungsboot. Er wird geborgen und von einem Hubschrauber nach Hamburg geflogen. Der Mann überlebt das Unglück.

Die Feuerwehr Cuxhaven-Mitte muss zusammen mit Kameraden an­derer Wehren noch tagelang ge­gen die Flammen kämpfen. Container für Container versuchen Helfer, das Feuer zu ersticken. Doch sie haben so lange keinen Erfolg, wie sich die „Ever Level“ außerhalb eines Hafens befindet. In die Annalen der Feuerwehr Cuxhaven-Mitte geht der Brand auf der „Ever Level“ als das „Jahrhundertfeuer“ ein.

Großbrand in Ritzebüttel

Der 25. August 1989 ist ein angenehmer warmer Sommertag. Doch für die Feuerwehr wird es ein schwerer Tag. In den Mittagsstunden dringt dichter Rauch aus den Fenstern eine chinesischen Restaurants gegenüber des Ritzebütteler Marktplatzes. Als die ersten Einsatzkräfte eingetroffen sind, wird der Rauch immer dunkler bis er schwarz und intensiv aus dem Fenstern quillt. Dann plötzlich zündet das Feuer durch, offene hohe Flammen lodern an der Fassade entlang. Die Feuerwehrleute kämpfen einen verzweifelten Kampf, den sie am Ende verlieren werden. Von der Küche des Restaurants aus breitet sich das Feuer in Zwischenwänden und angehängten Decken immer weiter aus. Aus einer Arztpraxis im Nebenhaus müssen Patienten und Personal über Steckleitern gerettet werden, weil ihnen plötzlich der Fluchtweg versperrt ist. Am Abend haben sich die Flamen bis unters Dachgefressen, erreichen aber auch einen Supermarkt im Erdgeschoß. Dort explodieren kurze Zeit später zahlreiche Spraydosen. Die Feuerwehr muss sich auf den Außenangriff beschränken. Das Gebäude brennt weitgehend aus.

Feuer auf der „Mainz“, Wohnung brennt, Autolackiererei in Flammen

Wie unverhofft die Feuerwehr extrem hart gefordert werden kann, zeigte eine außergewöhnliche Serie von Einsätzen im Januar 1996. Der 23. Januar 1996: das Fischereimotorschiff „Mainz“ brennt im Neuen Fischereihafen. Temperaturen von minus 10 Grad und ein stürmischer Ostwind quälen die Einsatzkräfte. Gegen das Feuer haben sie keine Chance. Es frisst sich durch Zwischendecken und Isolierungen immer weiter, springt von Deck zu Deck. Rund fünf Stunden nachdem das Feuer bemerkt wurde, schlagen die Flammen aus der Kommandobrücke. Die Lösch- und Nachlöscharbeiten zogen sich bei eisigem Frost und stürmischem Wind über insgesamt vier Tage hin. Fahrzeuge waren von einem Eispanzer überzogen, Schläuche waren so hart gefroren, dass sie in einer warmen Werkstatt aufgetaut werden musste, um das Wasser heraus zu bekommen. Noch während auf der „Mainz“ gearbeitet wurde, stand am 25. Januar eine Wohnung an der Neuen Reihe in Flammen. Eine alte Frau war eingeschlossen, wurde von der Feuerwehr gerettet. Und am 27. Januar standen eine Autolackiererei sowie ein dazu gehörendes Wohngebäude in hellen Flammen. Man weiß eben nie, wann und wie hart der „Rote Hahn“ zuschlägt.

googlemap

Feuerwache FF-Cuxhaven-Mitte
Schulstraße 3
27472 Cuxhaven

04721 / 700 70 700 (Zentrale)
04721 / 700 70 735 (Büro)

info@ff-cuxhaven-mitte.de