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Orkantief "Herwart" wütet in Cuxhaven (29.10.2017)

Regelrecht gewütet hat ein Herbststurm mit Namen "Herwart" in Stadt und Landkreis Cuxhaven. Gegen 4 Uhr früh gab es einen ersten Alarm für die Freiwillige Feuerwehr Mitte. In Süderwisch stürzte ein erheblicher Baum auf ein Wohnhaus. Aufgrund der extremen Böen bis 130 Km/h entschied der Einsatzleiter der Cuxhavener Feuerwehr das man hier nicht tätig werden konnte. Der Einsatz beschränkte sich auf Absperrmaßnahmen. Da in der selben Straße mehrere Bäume zum Teil auch auf PKW stürzten, wurde dieser Bereich großflächig abgesperrt. Nach einer kurzen Pause kam es dann knüppeldick. Ab 06:30 Uhr türmten sich in der Leitstelle der Cuxhavener Feuerwehr die Aufträge. Die Reihe von Notrufen riss stundenlang, bis zum frühen Nachmittag, nicht ab. Zeitweilig waren sämtliche Freiwillige Feuerwehren Cuxhavens gleichzeitig im Einsatz. In den meisten Fällen benachrichtigten Bürger die Feuerwehr, weil Bäume bereits Straßen und Wege versperrten oder gefährlich zu stürzen drohten. Aber nicht nur Bäume wehten auf die Straßen. Überall lagen Schilder abgeknickt wie Streichhölzer. Dachpfannen lösten sich und flogen umher. Oft beschränkte sich ein Einsatz auf das Absperren gefährdeter Bereiche, da aufgrund der Windstärken nicht überall mit Leitern vorgegangen werden konnte. In der Präsident-Herwig-Straße wurde ein großer Bereich des Daches der traditionsreichen Fischhallen abgedeckt. Die Teerdecke landete auf parkenden Fahrzeugen. Eher außergewöhnlich gestaltete sich ein Einsatz im Fährhafen. Hier drückte der Sturm ein zuvor losgerissenes Arbeitsschiff so stark an die Kaimauer, dass Wassereinbruch die Folge war. Mit vereinten Kräften und großem Gerät gelang es den Kameraden der FF Cuxhaven Mitte und Berufsfeuerwehr letzten Endes nicht, ein sinken des Schiffes zu verhindern. Zu stark waren Wind und Strömung. Glücklicherweise gab es in der Stadt Cuxhaven keine Verletzten zu beklagen. Im Landkreis hingegen konnten die Kameraden der Cuxhavener DLRG gemeinsam mit Kräften der Bundeswehr gerade noch rechtzeitig zwei unterkühlte Urlauber retten, die zuvor in ihrem Wohnmobil von den heranrauschenden Wassermassen der Sturmflut, die es entlang der gesamten Küste gab, eingeschlossen wurden. In Cuxhaven mussten morgens die Fluttore geschlossen werden.  Gegen 14 Uhr fuhren die Cuxhavener Wehren ihre letzten Sturmeinsätze, ehe der normale Dienstbetrieb wieder aufgenommen wurde. Für die Kameraden der FF Mitte hieß das erstmal nach Hause zu den Familien und ´ne Mütze Schlaf. Am Abend zuvor nämlich stand eine Versammlung auf der Tagesordnung, auf der lange und viel über notwendige Themen debattiert wurde. (s.d.)

  

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