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Chronik

  • 131 Jahre Freiwillige Feuerwehr Cuxhaven-Mitte

Feuer in Cuxhaven! Flammen, Rauch, Fahrzeuge, Martins­hörner, Blaulichter und Männer, die helfen. Das ist in Cuxhaven nichts Au­ßergewöhnliches. Und doch muss immer wieder gewürdigt werden, dass es Freiwillige gibt, die es sich zur Auf­gabe machen, ihren Mit­bürgern in der Not zu hel­fen. So wie die Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr Cuxhaven-Mitte, die freiwillig und ehrenamtlich zur Verfügung stehen. Vielfach stellen die Freiwilligen ihre eige­nen Interessen oder die ih­rer Familien zurück, um zu helfen. In der Freiwilligen Feuerwehr Cuxhaven-Mitte ist das jetzt 131 Jahren so. Sie entstand im damaligen Ritzebüttel. Dies ist der Anlass, auf die Entwicklung des Feuerlöschwesens, die Geschichte der Freiwilli­gen Feuerwehr Cuxhaven-Mitte und auf einige ihrer spekta­kulärsten Einsätze zurück­zublicken. Gleichzeitig soll diese Jubiläumsschrift versu­chen, einen Einblick in das Leben einer großen städti­schen Freiwilligen Feuer­wehr zu geben. Dazu ge­hören auch Hinweise auf Wün­sche, Sorgen und ungelö­ste Probleme.

Wie alles begann

Als nach der Eindeichung im 11. Jahrhundert die ersten Höfe gebaut wurden, wuchs auf den Firsten der Strohdächer das »Donnerkraut«, das das Ein­schlagen des Blitzes verhindern sollte. Wenn ein Feuer ausbrach, musste der Hausherr bis ins 19. Jahrhundert hinein mit Total­verlust rechnen. Auch als am 9. März 1670 im Flecken Ritzebüt­tel die erste Feuergilde gegründet wurde, blieb die Bekämpfung der Brände unvollkommen.

Die Gilden hatten eine andere Aufgabe: Wenn ein Mitglied „ab­brannte“, musste jeder eine be­stimmte Geldsumme zahlen und Baumaterialien liefern. Jedes Haus zahlte außerdem eine Mark lübisch für Verwaltungskosten. Wirtschaftsgebäude wurden be­sonders versichert. Jedes Mitglied war verpflichtet, ständig einen Feuereimer, einen starken Haken und eine Laterne bereitzuhalten. Der Schornstein des Hauses muss­te häufig gereinigt werden. Das Herdfeuer war abends mit einem „Feuerstülper“ zu verdecken und Flachs durfte nicht beim Kachelofen getrocknet werden. Die Ober­aufsicht über die Gilde hatte der Schultheiß Johann Tamm. Er sorgte dafür, dass neun Jahre spä­ter auch in Groden eine Brand­gilde mit 53 Mitgliedern errichtet wurde. Die Gildenordnung blieb im ganzen 18. Jahrhundert gültig.

Ein Großfeuer, durch das in der Ritzebütteler Nordersteinstraße im Mai des Jahres 1654 das Schul­haus und 40 Gebäude einge­äschert wurden, war Anlass der Gildengründung. Ein Soldat hatte nach einer Elster geschos­sen und dabei das Strohdachhaus von Johann Hoppe getroffen, das sofort in Flammen stand. Beim Lö­schen hatte es ein furchtbares Durcheinander gegeben, und was geborgen wurde, war nachher ver­schwunden. In den Hamburger Kirchen wurde für die Abgebrann­ten gesammelt, und der Senat schickte den früheren Amtmann Wördenhoff, um den Fall zu prü­fen. Es war nur zu verständlich, dass in die Satzung der Gilde fol­gender Passus aufgenommen wurde: „Das gerettete Gut ist voll­zählig abzuliefern!“

Wache_Marktplatz

Neuordnung hatte wenig Erfolg 

Wieder war ein Großfeuer der äußere Anlass für eine Neuorganisa­tion des Löschwesens: Am 2. April 1737 brannten, ebenfalls in der Nordersteinstraße, neun Häuser nieder, weil auf dem Hofe von Philipp Wallbaum ein Knecht, der Nasenbluten hatte, in der Scheune eine brennende Laterne neben sein Bett gestellt hatte und dann eingeschlafen war. Zwar blieb die Ordnung von 1670 beste­hen, aber die Korporale der Gilde erhielten Befehlsgewalt bei einem Feuer. Strohdächer wurden verbo­ten, und Hamburg schenkte Ritze­büttel eine Feuerspritze. Ein Jahr später wurde eigens für den Feu­erschutz ein Nachtwächter ange­stellt.

Der Neuregelung war zunächst jedoch kein großer Erfolg beschieden. Am 30. Januar 1775 vernichtete ein Feuer in der Nordersteinstraße 22 Häuser. Um das Feuerlösch­wesen in Ritzebüttel machte sich Amtmann Abendroth verdient. In seinem Buch von Cuxhaven schreibt er Anno 1818 über die Gilden: „Die zum Ersatz für die Abgebrannten dienenden Feuer­gilden erfüllen ihren Zweck kei­neswegs. Es wird daher eine neue Versicherung nach dem Muster der Hamburger Feuerkasse einge­richtet.“ - Aber die Gilden bestan­den noch lange.

Am 1. Januar 1892 trat das Hamburger Feuerkassengesetz auch für Ritzebüttel in Kraft. Die Versicherung der Cuxhavener bei der Hamburger Feuerkasse blieb bis Ende 1954 gültig.

Über die Feuerpolizei sagt Abendroth 1818: „Sie ist im gan­zen so gut, als man sie in einem kleinen Amte verlangen kann. In Ritzebüttel sind drei Sprützen, in Groden eine, in Cuxhaven zwei. Sie sind alle mit hohen Rädern versehen, so dass sie auch über Land transportiert werden kön­nen. Für den ersten Augenblick sind die nötigen Arbeiter dabei an­gestellt; hernach aber muss jeder Einwohner Hülfe leisten, und wird den Einwohnern nach Corporalschaften dazu angesagt. Das Si­gnal des Feuers ist außer dem An­ziehen und Läutern der Sturm­glocke die Abfeuerung einer Ka­none vom Schloßwall und das Schlagen des Generalmarschalls. Zur Beobachtung der Umgegend ist in der Nacht auf dem Schloß­wall eine Schildwache aufge­stellt...“

So blieb es viele Jahre. Nicht jeder Bürger rührte sich, wenn die Konstabler der Wache die Kanone abfeuerten. Und als man später mit Musketen Alarm schoß, gab es eine gute Ausrede: „Ich habe den Schuss nicht gehört.“ Mit den Bür­gern alarmierte man die Deich­geschworenen. Sie mussten die Tore der Wettern schließen, um das von Altenwalde hereinströ­mende Wasser zu stauen, denn eine Wasserleitung mit Hydranten wurde erst 1895 geschaffen. Das Ritzebütteler Spritzenhaus stand auf dem Marktplatz, das für Cux­haven an der Deichstraße. Bei Feuer hatten Bauern der Nachbar­schaft Gespanne für die Spritzen zu stellen. Ehe sie zur Stelle wa­ren, verging kostbare Zeit.

Dies änderte sich noch nicht, als die erste Freiwillige Feuerwehr in Cuxhaven gegründet wurde. Sie entstand 1870 im Rahmen der Kriegsmaßnahmen. Schon drei Jahre später löste sie sich wieder auf. Charles Anthony Werner, Amtsverwalter in Ritzebüttel von 1868 bis 1891, war für die Pflichtfeuerwehr. Doch schon am 9. Ok­tober 1873 musste man beim Brand von Dölles Hotel „Belvedere“ feststellen, dass man vom Regen in die Traufe gekommen war. Das Haus brannte nieder, während ein Teil der Zwangswehr die Weinvorräte im Keller probier­te.

Die  Männer des Turnvereins, die sich unter Führung des Ritzebütteler Sattlermeisters Johann Peter Delecker 1886 zu einer Tur­nerfeuerwehr zusammenschlos­sen, mussten zum gleichen Amts­verwalter Werner gehen. Diesmal hatte er nichts mehr gegen die freiwillige Feuerwehr.

1886: Cuxhaven hat eine Freiwillige Feuerwehr 

So kam es vor 125 Jahren zur Gründung der Freiwilligen Feuerwehr Cuxhaven, de­ren erster Kommandeur Schorn­steinfegermeister Heinrich Wilhelm Keyser war. Handwerker bildeten über viele Jahrzehnte das Rückgrat der Wehr. Übrigens ist bis heute nicht bekannt, an wel­chem Tag denn nun ganz genau das Gründungsdatum festzuset­zen ist. Am 29. Mai 1886 fand im Landeshaus die Versammlung zur Gründung der Freiwilligen Feuer­wehr Cuxhaven statt. Doch wird aus jenen Tagen weiter berichtet, erst „nach Bereitstellung einer lei­stungsfähigen Spritze war die Freiwillige Feuerwehr als gegründet zu betrachten“. Wann diese von Hamburg beschaffte Spritze in Cuxhaven eintraf, lässt sich heute nicht mehr genau fest­stellen. Überliefert ist allerdings, dass die Gemeindeversammlung am 26. Juni die Truppe der Freiwil­ligen als perfekt ansah. Die Lan­desversammlung beschloss, die Zwangsfeuerwehr abzuschaffen. Spätestens hier ist die Gründung der Freiwilligen Feuerwehr Cuxha­ven anzusiedeln.

Was dann folgte, war eine lange und immer wieder schwere Zeit mit den schrecklichen Ereignissen zweier Weltkriege. Diese gingen an der Wehr nicht spurlos vorüber, wie der Gedenkstein vor dem Ein­gang der Hauptwache noch heute belegt. Großbrände gab es immer wieder zu bekämpfen. Der Erfolg stellte sich jedoch mit der Zeit ein: Feuers­brünste wie in früheren Jahrhun­derten konnten verhindert wer­den.

Aus der Gründerzeit 

Der erste Kommandeur, Schornsteinfegermeister Keyser, erhielt von Ham­burg Uniformen und die notwen­dige Ausrüstung. 40 Mann hörten auf sein Kommando. Mit einer Handdruckspritze wurden die er­sten Übungen unermüdlich und eifrig aufgenommen.

Die Cholera-Epidemie in Ham­burg führte dazu, die außerordent­lich ungünstigen Wasserverhältnisse zu verbessern. Die Gemein­den Cuxhaven und Döse erhielten 1894/95 eine Wasserleitung. Da diese Wasserleitung mit größerem Druck arbeitet, wurde es möglich, die Löscheinrichtungen unmittel­bar durch Hydranten an die Was­serleitung anzuschließen. Das war für das Löschwesen ein großer Fortschritt.

Bei ausbrechenden Bränden war es jedoch schwierig, die Mit­glieder der Wehren so rechtzeitig zu alarmieren, dass das Feuer noch in seinem Entste­hen bekämpft werden konnte. Die Alarmierung erfolgte durch Kanonenschüsse, die durch die Wache im Schloß Ritzebüttel ausgelöst wurden, sowie durch radfahrende Hornisten, die auf Feuer- und Signalhörnern bliesen. Im Jahre 1912 wurde das verbessert und Cuxhaven von der Hamburger Feuerwehr mit einem Telegraphennetz überzogen. Die Polizeiwache wurde Feuermeldestelle, alle Mitglieder der Feuerwehren erhielten in ihrer Wohnung eine Alarmglocke. Auf einen Hebeldruck klingelte es in allen angeschlossenen Wohnun­gen.

Ein weiteres wichtiges Jahr in der Entwicklung ist das Jahr 1914. Kurz vor dem Kriege waren mit Hamburg Verhandlun­gen eingeleitet worden, in Cuxha­ven eine Dampfspritze zu statio­nieren. Diese Anregung wurde durch die Kriegserklärung sehr gefördert, weil die Gefahr be­stand, dass Cuxhaven beschossen werden konnte. Es wurde der Stadt sofort eine Dampfspritze ge­liefert.

Im Frühjahr 1924 setzten die Bestrebungen ein, die Feuer­löscheinrichtungen durch Motor­spritzen zu verbessern. Im Januar 1926 erhielten sowohl die Ritzebütteler und die Döser Wehr je eine Motorspritze und eineinhalb Jahre später die Ritzebütteler zusätzlich einen automobilen Mannschafts­wagen.

Die Hauptfeuerwache entsteht

Nachdem so die Löschgeräte auf einen für eine Kleinstadt durchaus beachtenswerten Stand gebracht waren, war es notwen­dig, die Unterbringung der Geräte zu verbessern. Nicht nur das Ritzebütteler Spritzenhaus war abgän­gig, sondern auch die Geräte waren man­gelhaft untergebracht und ihre Einsatzfähigkeit damit nicht gesichert. Daher wurde es notwendig, eine neue Feuerwache zu bauen, die 1928 eingeweiht wurde. Bis heute ist dieses Gebäude der Kern der Cuxhavener Hauptfeuerwache und Unterkunft der Freiwilligen Feuerwehr Cuxhaven-Mitte.

In den 60er Jahren wurde die Hauptfeuerwache jedoch zu klein. Daher entschloss sich die Stadt Cuxhaven, in den Jahren 1966/67 einen großzügigen Anbau erstellen zu lassen, mit dem die Freiwillige Feuerwehr „Mitte“ ihren dringend benötigten Unterrichts- und Auf­enthaltsraum bekam. Gleichzeitig wurden eine Fahrzeughalle mit Werkstatt und ein Bunker gebaut. Feierlich eingeweiht wurde der Anbau am 27. Februar 1967.

Doch schon bald wurde ein weiterer großer Erweiterungsbau erforderlich. Am 19. Dezember 1985 tä­tigte der damalige Oberbürgermeister Albrecht Harten den seit Jahren sehnlich erwarteten ersten Spatenstich für die bisher letzte Erweiterung der Hauptfeuerwache. Die Kosten für das mehrjährige Bauvorhabens, mit dem bedarfsgerechte Fahrzeughallen, ein erweiterter Werk­statt- und Unterkunftsbereich so­wie neue Ausbildungsmöglich­keiten und mehr Raum für die Un­terbringung der Freiwilligen Feu­erwehr Cuxhaven-Mitte geschaf­fen werden, beliefen sich auf rund 8,5 Millionen DM.

Historische_Uniformen

Die Zeit von 1986 bis 2011

In den 25 Jahren seit dem 100jährigen Jubiläum der Freiwilligen Feuerwehr Cuxhaven-Mitte haben sich diese Wehr, die äußeren Rahmenbedingungen, die Feuerwehr-Taktik und die genutzte Technik ebenso wie Ausrüstung und Ausbildung enorm verändert. Einer der Auslöser dafür sind die ganz erheblich gewandelten Anforderungen an die Feuerwehr und ihre aktiven Mitglieder. Ein weiterer Punkt, der zu diesen Veränderungen geführt hat, ist die veränderte Feuerwehrstruktur mit einer Berufsfeuerwehr.

Die Berufsfeuerwehr Cuxhaven wurde im Jahre 2005 gegründet. Bis dahin gab es in der Stadt Cuxhaven eine „hauptberufliche Wachbereitschaft“, die zur Unterstützung der Freiwilligen Feuerwehren rund um die Uhr die Hauptfeuerwache an der Schulstraße besetzte. Kleinere Einsätze absolvierten die Männer der Wachbereitschaft allein. Bei größeren Einsätzen wurden sie von den Freiwilligen unterstützt. Außerdem stellte die Wachbereitschaft den Krankentransport und den Rettungsdienst sicher. An dieser Struktur hat sich auch nach der Gründung der Berufsfeuerwehr im Grundsatz nichts geändert. Der ganz überwiegende Teil der Einsätze der Berufsfeuerwehr entfällt auf Krankentransport und Rettungsdienst. Verändert haben sich jedoch die Verantwortlichkeiten für den Einsatzablauf. Sie liegen jetzt mehr bei der Berufsfeuerwehr.

Die Freiwillige Feuerwehr Cuxhaven-Mitte hat sich in den vergangenen Jahren kontinuierlich weiter entwickelt. Ende der 80er Jahre erlebte die Wehr eine Blütezeit: Sie zählte bis zu 65 aktive Mitglieder. Leider konnte diese Stärke nicht auf Dauer gehalten werden, sondern ging im Laufe der Jahre auf jetzt 56 aktive Mitglieder zurück.

Die Zahl der Einsätze schwankte in diesen Jahren erheblich. 1988 waren es nur sechs Brandeinsätze und eine Hilfeleistung, im Jahr darauf jedoch 13 Brandeinsätze und 50 Hilfeleistungen und im Jahr 1991 sogar 29 Brandeinsätze bei 18 Hilfeleistungen.

Dank für die Einsätze erhalten die Feuerwehrleute selten. Eine Ausnahme gab es beim Großbrand der Tischlerei Lunden am Schillerplatz am 14. Juni 1994. Anwohner dankten der Feuerwehr in einem Brief, den sie an den damaligen Oberstadtdirektor als obersten Dienstherrn der Feuerwehr sandten, ganz ausdrücklich für den Einsatz und die Rettung ihrer Wohnungen sowie großer Sachwerte.

In Erinnerung an die Zeit, in der Cuxhaven zu Hamburg gehörte und in der auch die erste Hauptfeuerwache erbaut wurde, steht die historische Beleuchtung im Versammlungssaal, die im Jahr 1994 von einigen Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr Cuxhaven-Mitte aufgebarbeitet und in Stand gesetzt wurde.

Wie unverhofft die Feuerwehr extrem hart gefordert werden kann, zeigte eine außergewöhnliche Serie von Einsätzen im Januar 1996. Am 23. Januar 1996 brannte das Fischereimotorschiff „Mainz“ im Neuen Fischereihafen. Lösch- und Nachlöscharbeiten zogen sich bei eisigen Frost und stürmischem Wind über vier Tage hin. Noch während auf der „Mainz“ gelöscht wurde, stand am 25. Januar eine Wohnung an der Neuen Reihe in Flammen. Eine alte Frau war eingeschlossen, wurde von der Feuerwehr gerettet. Und am 27. Januar standen eine Autolackiererei sowie ein dazu gehörendes Wohngebäude in hellen Flammen. Man weiß eben nie, wann und wie hart der „Rote Hahn“ zuschlägt.

Lediglich vier Brandeinsätze gab es im Jahr 1997 – darunter jedoch mit dem Großbrand der ehemaligen Räucherei der Firma Hussmann & Hahn an der Neufelder Straße  einen denkwürdigen großen Einsatz. Das leer stehende Gebäude brannte komplett nieder. Solche Großfeuer sind aufgrund des stetig verbesserten vorbeugenden Brandschutzes in den vergangenen Jahren selten geworden.

Besonders belastend war für alle beteiligten Feuerwehrleute ein Unfall auf der Baustelle des Störtebeker-Centers am 15. Juli 1998. Unter einer eingestürzten, frisch geschütteten Betondecke waren zwei Bauarbeiter verschüttet. Einer von ihnen konnte erst nach einer Notamputation beider Beine am Einsatzort gerettet werden.

Verstärkt wurde in den vergangenen Jahren die Ausbildung für Gefahrguteinsätze und Schiffsbrände. Bis heute legt die Freiwillige Feuerwehr Cuxhaven-Mitte großen Wert auf die ständige Aus- und Weiterbildung in diesen speziellen Einsatzbereichen.

Ein seltenes Ereignis und einen großen Tag für die Freiwillige Feuerwehr Cuxhaven-Mitte brachte der 20. August 1999: Der Wehr wurde das neue Löschfahrzeug LF 16/12 übergeben. Es sollte in der langen Geschichte der Wehr die bis heute letzte Übergabe eines neuen Fahrzeugs an die Wehr Mitte bleiben.

Im August 2002 waren Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr Cuxhaven-Mitte zusammen mit der Kreis-Feuerwehr-Bereitschaft der Stadt im Amt Neuhaus an der Elbe im Hochwassereinsatz. Die Bereitschaft wird zur überörtlichen Unterstützung etwa bei großen Waldbränden oder Hochwassergefahren eingesetzt. Sie setzt sich aus Personal und Fahrzeugen der einzelnen Ortswehren zusammen. Die Wehr Mitte stellt derzeit rund ein Fünftel des Personals und der Bereitschaft.

Über mehrere Tage zogen sich die Sicherheitswachen hin, die die Freiwillige Feuerwehr Cuxhaven-Mitte in den Jahren 2006 und 2007 stellte. Zunächst war es das Großsegler-Treffen „Tall Ships Race“ das einen mehrtägigen Einsatz erforderte. Im Jahr darauf war es dann die Großveranstaltung „Tag der Niedersachsen“.

Ganz erheblich verändert hat sich im Laufe der Jahrzehnte die Einsatztaktik der Feuerwehr. Viel häufiger als früher werden heute Innenangriffe, also die Brandbekämpfung innerhalb eines Gebäudes, durchgeführt. Durch die weit verbreitete Verwendung von Kunststoffen, können sich bei Bränden jedoch Rauchgase entwickeln, die einerseits extrem gesundheitsgefährdend sind und andererseits die Gefahr von explosionsartigen Durchzündungen mit sich bringen. Daher sind der Schutz der Feuerwehrleute durch umluftunabhängige Atemschutzgeräte und eine auf Sicherheit bedachte Vorgehensweise sehr wichtig geworden. Dies trainieren die Mitglieder der Wehr Cuxhaven-Mitte immer wieder – seit 2009 auch unter sehr realistischen Bedingungen in Brandcontainern.

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Feuerwache FF-Cuxhaven-Mitte
Schulstraße 3
27472 Cuxhaven

04721 / 700 70 700 (Zentrale)
04721 / 700 70 735 (Büro)

info@ff-cuxhaven-mitte.de